Ein Ton, der alles verändert
- 4. Aug.
- 11 Min. Lesezeit
Ein Interview mit Girge Glock von Paul Klahre

Wir haben Girge Glock, ehemaliger Freiwilliger bei Brass for Africa in Uganda 2016, über die Entstehung der Root Brass Band interviewt und reisen mit ihm fast zehn Jahre zurück an den Anfang des Projekts. Ein exklusiver Einblick in den Aufbau eines einzigartigen Angebots der Root Foundation, bei dem Girge vor allem an Begeisterung und Freude denkt.
Girge, Du hast 2016 einen Freiwilligendienst in Uganda gemacht und währenddessen auch bei einem Brass for Africa Projekt mitgemacht. Wie kam es dazu?
Eigentlich habe ich in einer Schule gearbeitet. In der Hoffnung, in Uganda Musik machen zu können, hatte ich auch meine Trompete mitgenommen. Bei Brass for Africa in Kampala konnte ich mit anderen musizieren.
…und dann hast Du Dir gedacht, es wäre toll, wenn es auch in Ruanda ein Brass for Africa Projekt gäbe.
Ja, relativ schnell. Ich wusste, dass Brass for Africa auch in anderen Orten und Ländern existiert. Da ich eine persönliche Verbindung nach Ruanda hatte und um eine Länderpartnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda wusste, entstand die Überlegung, das Projekt dorthin zu expandieren. Die Idee habe ich mit dem Gründer von Brass for Africa besprochen, der die Idee unterstützte, nach Ruanda zu fahren und dort ein geeignetes Projekt für eine neue Brass Band vorzuschlagen.
Wie bist Du dann auf die Root Foundation gekommen?
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich die Root Foundation tatsächlich über einen Internetauftritt gefunden. Ganz blauäugig habe ich da einfach mal hingeschrieben, ob ich nicht vorbeikommen könnte, um mir das Projekt anzuschauen. Und zufälligerweise habe ich Dich, Paul, erwischt und Du hast gesagt, komm sofort vorbei – ihr habt zu dem Zeitpunkt einen riesigen Sporttag [den Children Sports Day 2016 mit fast 1.000 Teilnehmenden von 10 verschiedenen Organisationen] im nationalen Amahoro Stadion organisiert. Das war sehr eindrücklich, ich kann mich auch noch an einen ganz berühmten Musiker erinnern, der dabei war und über den sich die Kinder und Jugendlichen total gefreut haben. Wir haben dort über eine mögliche Kooperation gesprochen und kurz darauf bin ich ins Center der Root Foundation gefahren.
Und Du hast dann einen Bericht an Brass for Africa geschrieben, in dem verschiedene geeignete Organisationen vorgeschlagen wurden. Warum hast Du dann ausgerechnet die Root Foundation empfohlen?
Ich habe mich für die Root Foundation nach meiner Erinnerung sehr stark gemacht, weil es persönlich passend war und die Organisation in einem guten Zwischenstadium war. Man hat gemerkt, dass unheimlich viel Herzblut dabei war. Dass die Leute viel Freizeit und Engagement auch über das normale Maß hinaus in diese Organisation hineinstecken. Und das war eben ein schöner Appeal im Gegensatz zu eher professionell oder kommerziell geführten NGOs. Die leisten auch großartige Arbeit, aber waren eben auch schon etablierter.
Gleichzeitig war es kein Projekt, das gerade erst in den Startlöchern stand, sondern eines, bei dem man davon ausgehen konnte, dass Kinder gerne und regelmäßig hinkommen, um die Freizeitmöglichkeiten wahrzunehmen. Mein Eindruck war: Brass for Africa, sprich, der Unterricht von Blechblasinstrumenten, kann diesem Angebot wirklich noch etwas hinzufügen. Zugleich ist eine gewisse Struktur da, die stark an dieses emotionale Engagement gekoppelt war. Das fand ich die perfekte Kombi und ich glaube, das hat sich auf lange Sicht auch bewährt.

Das kann man wohl so sagen: Heute sind über 140 Kinder und Jugendliche Teil der Brass Bands mit drei unterschiedlichen Niveaus. Hättest Du damals in den Anfängen gedacht, dass das Projekt solche Früchte tragen wird?
Nein, gar nicht. Ich habe natürlich gehofft, dass es eine Band geben würde. Und meine Befürchtung war, dass die finanziellen Mittel ausgehen. Aber vielleicht auch einfach, dass die Motivation, dieses Projekt langfristig am Laufen zu halten, abebben würde. Es sind natürlich gewisse organisatorische Aufwände damit verbunden. Man muss Lehrer*innen bereitstellen, man muss regelmäßig zusammen proben. Auch die Unterhaltung der Instrumente ist nicht einfach. Dann ist natürlich auch eine gewisse Lärmbelastung mit dabei. Es gibt also einige Hindernisse gegenüber einer langfristigen Möglichkeit, dieses Projekt durchzuführen.
Natürlich habe ich gehofft, dass sich das Projekt langfristig hält – gerade mit so vielen Kindern und mittlerweile so vielen unterschiedlichen Niveaus. Es ist wirklich ganz toll zu sehen, dass das Projekt ganz autonom von der Root Foundation und Brass for Africa gehandhabt wird.
Kommen wir zu einer Lieblingserinnerung von mir. Damals war ich Freiwilliger bei der Root Foundation, Du hast uns besucht und das erste Mal eine Trompete mit in die Root Foundation gebracht. Verschiedene Kinder – die meisten hatten wohl noch nie eine Trompete gesehen – haben dann versucht, einen Ton herauszubringen. Erstmal kam gar nichts, aber als es dann das erste Mal gelang und sich das Center mit Klang erfüllte, brachen Gejubel und Freude aus.
Daran kann ich mich auch noch gut erinnern, vor allem, weil ich so aufgeregt war, dass ich selbst kaum einen Ton aus der Trompete rausbekommen habe. Und die Kinder da ganz ohne Hemmungen reingegangen sind, einfach mal probiert haben. Das ist ja auch das Schöne an Trompete, dass es ja am Anfang doch eher eine Hürde ist, das zu erlernen und überhaupt einen Ton rauszubekommen. Witzige Klänge, die entstanden sind, waren ein belustigender und schöner Nebeneffekt, der auch gezeigt hat, dass diese Momente ebenso dazugehören wie das fertige Stück. Ich denke, dass gerade die Musik – und vielleicht die Blasmusik im Besonderen – durch ihre Fähigkeit, schöne und berührende Momente zu schaffen, maßgeblich zur Faszination und Begeisterung für sie beiträgt.
Neben der Freude, was noch? Warum ist das gemeinsame Musizieren und das Musiklernen so wertvoll für die persönliche Entwicklung, welche Kompetenzen fördert es?
Es gibt viele gute Eigenschaften, die man mit Instrumenten und Blechblasmusik üben kann. Ruhige Atmung, Konzentrationsfähigkeit, Teamfähigkeit, auch mal Kritik zu üben oder Kritik gegenüberzustehen, langfristig an einem Projekt zu arbeiten. Gerade Blechblasinstrumente sind mit sehr viel täglicher Überarbeit verbunden.
Man erlernt, mit Emotionen umzugehen und gerade in Situationen, in denen es einem schwer fällt, ruhig zu bleiben, einmal tief durchzuatmen und dann das Instrument zu spielen. Ich glaube, dieser gesunde Mix aus all diesen Kompetenzen verbunden mit der Fähigkeit, schöne Erlebnisse miteinander zu verbringen, das macht so eine Band, so ein Musizieren zusammen aus.
Dieses Kompetenztraining in einer Gruppe ist ja umso besonderer in einem Kontext, in dem es nicht viele Angebote der offenen Jugendarbeit und des non-formalen Lernens gibt. Die Idee von Brass for Africa ist außerdem, zukünftige Musiklehrer*innen auszubilden, die dann selbst Gruppen unterrichten können. Warum ist das ein so interessanter wie wichtiger Aspekt?
Persönlich finde ich das aus verschiedensten Gründen eine ganz tolle Idee: Zunächst ist es natürlich ein wichtiger Lernaspekt für diejenigen, die Lehrer*innen werden können. Man lernt viel, wenn man vor einer Gruppe steht, sich artikulieren muss, vielleicht etwas Komplexes sehr einfach erklären soll. Wenn man Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg begeistern und die Konzentration in der gesamten Gruppe aufrechterhalten möchte, sind dafür zahlreiche Kompetenzen erforderlich, die einen persönlich enorm weiterbringen. Gleichzeitig ist es auch für die Band sehr förderlich und motivierend, wenn Lehrkräfte aus den eigenen Reihen hervorgehen – denn man kennt sich bereits ein Stück weit und profitiert von diesem vertrauten Miteinander.
Es ist auch die Chance, sich selbst ein Ziel zu setzen und es Schritt für Schritt zu erreichen. Man entwickelt dabei die Kompetenz, langfristig an etwas dranzubleiben – und lernt so: Dranbleiben lohnt sich.
Zuletzt gibt es auch einen Nachhaltigkeitsaspekt. Es ist ganz wichtig, dass diese Bands die Möglichkeit haben, ihr eigenes Ding zu machen. Und dazu gehört eben auch, dass sich das verselbstständigt, dass die Möglichkeit besteht, sich gegenseitig zu unterrichten, sich gegenseitig zu fördern.
In Ruanda hat die Root Brass Band bereits beachtliche Auftritte gehabt – etwa vor dem Kulturministerium, bei AIDS‑Awareness‑Tagen, TEDxKids und live im wichtigsten ruandischen Fernsehen. Wieso sind solche Erfahrungen ganz besonders für junge Musiker*innen?
Einerseits ist es, glaube ich, dieses Setting. Das sind einfach Türen, die geöffnet werden, die anders wohl nicht in derselben Form geöffnet worden wären; und es ist eine ganz besondere Form der Anerkennung für die erbrachten Leistungen. Anderseits steckt das Ziele. So eine Band lebt davon, dass man gerne zusammen Zeit miteinander verbringt. Und es hilft häufig, wenn man merkt, dass man auf etwas hinarbeitet, dass man dann diese schönen Erlebnisse auch mit viel Arbeit und viel Fleiß zusammen zustande bringen kann. Die emotionale Ebene ist ein ganz wesentlicher Aspekt: schöne Erlebnisse gemeinsam zu verbringen, sich in einer wirklichen Stresssituation frei zu fühlen und zu erleben, dass eben auch solche Stresssituationen, wo man vor vielen Leuten steht, im Fernsehen auftritt, dass das eine unheimliche Selbstwirksamkeit erzeugen kann. Das ist ein wertvoller Aspekt davon, so öffentlichkeitswirksam auftreten zu können.
Die Root Brass Band besteht ja nun so richtig seit 2019 und hat so einige Erfolge gefeiert, eine wachsende Zahl an Teilnehmenden, öffentlichkeitswirksame Auftritte… Doch so offensichtlich war das anfangs nicht, denn nach Deinem ersten Besuch und aller anfänglichen Begeisterung musste einiges organisiert werden: Wo stammen zum Beispiel die Instrumente her?
Die Instrumente kommen vor allem aus Deutschland und da muss man Sandro Hirsch ein ganz großes Lob aussprechen. Sandro ist ein guter Freund von mir und professioneller Trompeter. Als ich vorgeschlagen habe, dieses Projekt zu unterstützen, hat er sich sehr begeistern können und nicht nur Benefizkonzerte selbst mitgespielt, sondern auch sehr viel Organisation übernommen. Er hat unter anderem dafür gesorgt, dass gebrauchte Instrumente zusammengekommen sind über Online-Aufrufe und Freund*innen.
Diese Instrumente wurden dann über den Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda mit nach Kigali genommen. So sind dann die ersten Instrumente bei der Root Foundation angekommen.

Gab es in dem ganzen Organisations- und Planungsprozess Momente, in denen Du dachtest: Das klappt irgendwie alles doch nicht? Gab es Momente des Zweifelns?
Es gab schon Momente, bei denen ich mir nicht sicher war, ob die Art und Weise, wie ich es organisiert habe, so geschickt ist. Aber es gab nie Momente, in denen ich an diesem Grundprojekt gezweifelt habe. Das lag aber vor allem daran, dass ich gemerkt habe, dass diejenigen, mit denen ich organisiert habe, also Du, Sandro, auch andere Freund*innen, Elias Laub, die dieses Konzert mitgetragen haben, unheimlich begeisterungsfähig waren.
Und gerade dieses Konzertprojekt ist ja nicht nur ein Spendenprojekt gewesen, sondern auch ein schöner Moment des Zusammenseins in Deutschland. Und diese Möglichkeit, mit Freund*innen ein Benefizkonzert zu organisieren, hat mich dann nicht daran zweifeln lassen, dass das nicht zustande kommen könnte.
Wird es denn nochmal so ein Spendenkonzert geben?
Das steht so ein bisschen in den Sternen. Aktuell bin ich nicht ganz so aktiv, beziehungsweise ich war in den letzten Jahren auch gar nicht aktiv. Das war auch bewusst, weil ich mir wünsche und gewünscht habe, dass die Band nicht abhängig davon ist, was wir tun oder was wir uns wünschen, sondern ganz im Gegenteil, dass wir abhängig davon sind, was die Band sich wünscht und was die Band tut.
Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wenn der Wunsch aus der Band kommt, bestimmte organisatorische Aufgaben zu übernehmen oder sich in irgendeiner Form einzubringen, das zu tun. Aber gleichzeitig ist mir wichtig, dass die Band eben unabhängig ist in dem, was sie möchte, in dem, was sie tut.
Trotz des unbestreitbar positiven Einflusses von Brass for Africa – auf die seit 2019 Musizierenden ebenso wie auf ihr Umfeld und die bis zu 500 Kinder und Jugendlichen, die täglich ins Center kommen und indirekt profitieren – lohnt sich ein kritischerer Blick. Ist es nicht problematisch, dass die Root Brass Band ursprünglich hauptsächlich westliche Musik gelernt hat? Dass wir aus dem Westen oder ›Globalen Norden‹ Instrumente dort hingeschifft haben und damit auch mehr oder weniger diese Idee exportiert?
Ich finde das unheimlich problematisch und das war tatsächlich ein Gewissensbiss, den ich von Anfang an hatte. Ich sagte ja, nie daran gezweifelt zu haben, so ein Benefizkonzert zu organisieren – ob dann genug Geld zusammenkommt, weiß man nie. Aber woran ich sehr viel gezweifelt habe, war, ob das denn sinnvoll und gut ist, ausgerechnet diese Form der Musik einzubringen.
Gerade in Ruanda gibt es eine ganz wunderbare Musik- und Tanzkultur. Auch an der Root Foundation gab es immer die Möglichkeit, traditionellen Tanz und traditionelle Musik zu erlernen. Und meine Angst oder Befürchtung war eher, dass eine Brass Band dieses musikalische Engagement ein Stück weit überdecken könnte, eben weil eine Brass Band so eine Besonderheit in Ruanda ist.
Es gibt sehr wenige Möglichkeiten, solche Instrumente zu erlernen. Und diese Form des Kulturimperialismus, dass dann vornehmlich auch britische Stücke gespielt werden, diese Brass Bands ja auch eine gewisse westlich-militär-britische Historie haben, das finde ich nach wie vor sehr, sehr bedenklich. Ich glaube aber, und das kommt auf das zurück, was ich ganz am Anfang gesagt habe: Dass die Kinder und Jugendlichen trotz all dem einfach Freude am Musizieren haben sollten.
Und die Möglichkeiten, ein Blechblasinstrument oder irgendein Instrument zu spielen, heißt ja nicht, dass man das auf die Art tun muss, wie es jemand in Deutschland oder England tun würde, sondern meine Hoffnung und mein größter Wunsch ist, dass neue Formen gefunden werden, mit diesen Instrumenten Musik zu machen, seine eigene Kultur über diese Instrumente quasi als Sprachrohr zum Ausdruck zu bringen. Und das, glaube ich, wiegt die kritischen Aspekte deutlich auf, indem man ein Angebot schafft und die Möglichkeit eröffnet, ganz das Eigene daraus zu machen.

Die Root Brass Band hat – und ich habe sie im Dezember 2023 live in Ruanda erlebt – durchaus ihre ganz eigene Art der Interpretation verschiedener Stücke, auch traditionell westlicher oder britisch-imperialistischer Stücke. Und das sowohl, wenn es vom Blatt gespielt wird, als auch, wenn frei gespielt wird. Du weißt das auch als Musiker; jede Band, jede Gruppe entwickelt ihren eigenen Klang, eine ganz eigene Dynamik. Ich teile, dass es ein globales Machtverhältnis widerspiegelt. Diese kritische Betrachtung und abstrakte Analyse ändert nichts daran, dass das für jede*n Einzelne*n, der*die daran teilhat, ein absoluter Gewinn ist und auch einfach sehr geliebt wird von allen Beteiligten.
Um vielleicht nochmal ein persönliches Erlebnis zu teilen: Einmal habe ich per WhatsApp ein Video von einem Stück erhalten, in dem die Band ein mir unbekanntes Stück spielte und dazu auch trommelte. Ich war ziemlich überzeugt, dass es aus dem ruandischen Kulturkreis kommt. Dieser Moment hat mich sehr glücklich gemacht, weil ich gemerkt habe, dass es funktioniert: Die Band macht ihr eigenes Ding und entwickelt sich auf eine Art und Weise, dass sie sich selbst ausdrückt und nicht das, was andere vorgedacht haben.
Und dann wird es auch schon wieder fast zum gegenseitigen Lernen, weil Kultur auch immer Austausch ist und Vermischung von Ideen und Identitäten. Und auch wir haben jetzt die großartige Möglichkeit, Interpretationen zu hören, wie wir sie hier nicht in Deutschland zu hören bekommen, wie sie aber auch auf ihre eigene Art und Weise ganz besonders und spannend sein können. Und das macht es total interessant.
Hast Du eine Vision, wie die Root Brass Band über unsere Partnerschaft auch in Deutschland zu mehr Bewusstsein und gegenseitigem Lernen beitragen kann?
Ich glaube, sie leistet schon einen Beitrag, indem sie sehr öffentlichkeitswirksame Auftritte hat. Wenn ich so etwas mitbekomme, dann bekommen das andere sicherlich auch mit. Und insofern glaube ich schon, dass einfach durch das Bestehen der Band ein gewisser Austausch stattfindet.
Schön wäre natürlich, wenn sich dieser Austausch auf einer ganz persönlichen Ebene intensivieren könnte. Es gibt ja Schüler*innen- und Studierendenaustausche in beide Richtungen. Und es wäre schön, wenn auch die Musik bei diesen Austauschen zunehmend eine größere Rolle spielt, damit wir von der ruandischen Musikkultur lernen können.
Vielen Dank für Dein Engagement. Ohne dieses Engagement, und das kann man so deutlich und auch anerkennend sagen, gäbe es heute keine Root Brass Band.
Eine Sache würde ich sehr gerne erwähnen: Ich bin zwar jetzt derjenige, der in diesem Interview berichtet. Dabei war ich weder Hauptperson noch Nebenperson. Die Protagonist*innen waren vor allem andere, die sich begeistert haben, die dieses Projekt vorangetrieben haben. Und ich glaube, man sollte immer darauf hinweisen, dass das Projekt nur zustande gekommen ist, weil ganz viele Leute daran geglaubt haben, das interessant fanden, Motivation, Zeit, Organisation und Geld hineingesteckt haben. Und ich glaube, das macht auch ein Stück weit die Root Foundation aus, dass sehr viel Engagement sowohl auf der deutschen als auch auf der ruandischen Seite in diese Projekte fließt.
Welchen Gruß würdest Du gerne an die Root Brass Band schicken, was wünschst Du ihr?
Ich wünsche der Root Brass Band alles Gute. Dass sie ganz, ganz viel Freude haben, und dass sie diese Freude für sich und für andere transportieren können. Jetzt habe ich es schon mehrfach betont, aber ich finde wirklich sehr wichtig, dass die Band ihr eigenes Ding macht, dass sie eben sich, ihre Kultur, ihre Wünsche, ihre Freude, ihre ganz persönlichen Emotionen und Persönlichkeiten über die Instrumente ausdrücken.
Reingehört: Über diesen QR-Code gelangen sie zu einem Video der Root Foundation, die hier während des ersten Austauschtreffens mit der Rwanda Rocks Music School »Silent Night« spielt.

Bilder: Emmanuel Hakizimana



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